Mittwoch, Dezember 16, 2009
Mittwoch, April 01, 2009
Früüüüüüüüüüüüühling
Dieses Jahr nennen wir ihn Spätling.
Oder?
Der Winter hat mich voll angenervt, dauerte länger als andere Jahre.
Das waren gefühlte lange, zähe Monate in völliger Dunkelheit und Kälte.
Oder etwa nicht?
Oder?
Der Winter hat mich voll angenervt, dauerte länger als andere Jahre.
Das waren gefühlte lange, zähe Monate in völliger Dunkelheit und Kälte.
Oder etwa nicht?
Samstag, März 14, 2009
Sonntag, März 01, 2009
Wieder da
Ich war schon halbwegs dem Verzweifeln nahe, denn ich kam hier nicht mehr rein. Über die Jahre hat man doch einfach zuviele Anmeldungen gestartet. Hier und da und dort und dann immer mal wieder nen anderen Provider für Mails bekommen. Es wimmelt nur so von Usernamen und Passwörtern. Das sprengt jeden Rahmen.
Aber nun habe ich es wieder geschafft und werde mal regelmässig hier rein schauen und was schreiben, damit es nicht wieder so einschläft.
Aber nun habe ich es wieder geschafft und werde mal regelmässig hier rein schauen und was schreiben, damit es nicht wieder so einschläft.
Sonntag, Juli 29, 2007
Heraus aus dem Nebel
..zurück ins Licht.
Manchmal braucht es eine gewisse Zeit.
Und wenn die reif ist, dann geht es weiter.
Na dann. I'm back. Today is the day.
Manchmal braucht es eine gewisse Zeit.
Und wenn die reif ist, dann geht es weiter.
Na dann. I'm back. Today is the day.
Samstag, Mai 28, 2005
Diese Hitze
Stimmt es eigentlich, dass Hitze aggressiv macht?
Es gibt ja allgemein die Meinung, dass Leute, die in Ländern leben, wo das heisse Wetter vorherrschend ist, temperamentvoller sind.
Mir ging es heute so. Ich war aggressiver als sonst. Das Einkaufen ging ja gut los. Bei dieser brütenden Hitze musste ich ins Auto einsteigen.
Im Supermarkt angekommen hat mich irgendwie alles genervt. Die Leute sind wie die Nacktschnecken mit ihren Einkaufswagen durch die Gänge gekrochen. Fehlte nur die Schleimspur. Sie haben sich überall quer gestellt, dröge in der Gegend herum geglotzt, wussten scheinbar nicht, was sie kaufen wollten usw. Sollen doch zu Hause bleiben, verflixt!!
Am Leergut-Automat eskaliert dann die Situation. Der sagte mir per Display, dass meine kleine Kiste Warsteiner zu schwer sei und ich sie wieder raus nehmen solle. Und dann?
Hey, die Flaschen waren vollzählig und es war auch nirgends mehr Bier drin. Sollte ich die leere Kiste in eine Diätklinik schicken, oder was?
Da der Automat auch nach erneutem Überlistungsversuch stur blieb, musste ich mir Hilfe von einem Menschen holen. Eine Verkäuferin kam und belehrte mich, dass man die Flaschen völlig ausleeren müsse, bevor man sie abgibt. Meine Zusicherung, dass ich das getan habe, ignorierte sie völlig und wiederholte ihren Spruch.
Okay, vielleicht sprech ich ja chinesisch und weiss es nur noch nicht?
Im Auto waren es dann wieder gefühlte +84 grd. C. Die Schnalle vom Gurt brannte tiefe Wunden in meine arme gestresste Seele und die Sonnenbrille rutschte meine schweißnasse Nase runter. Wieso kann ich kein Eskimo sein?
ICH BIN EIN HITZE-OPFER !!!! HOLT MICH HIER RAUS !!!!!
Es gibt ja allgemein die Meinung, dass Leute, die in Ländern leben, wo das heisse Wetter vorherrschend ist, temperamentvoller sind.
Mir ging es heute so. Ich war aggressiver als sonst. Das Einkaufen ging ja gut los. Bei dieser brütenden Hitze musste ich ins Auto einsteigen.
Im Supermarkt angekommen hat mich irgendwie alles genervt. Die Leute sind wie die Nacktschnecken mit ihren Einkaufswagen durch die Gänge gekrochen. Fehlte nur die Schleimspur. Sie haben sich überall quer gestellt, dröge in der Gegend herum geglotzt, wussten scheinbar nicht, was sie kaufen wollten usw. Sollen doch zu Hause bleiben, verflixt!!
Am Leergut-Automat eskaliert dann die Situation. Der sagte mir per Display, dass meine kleine Kiste Warsteiner zu schwer sei und ich sie wieder raus nehmen solle. Und dann?
Hey, die Flaschen waren vollzählig und es war auch nirgends mehr Bier drin. Sollte ich die leere Kiste in eine Diätklinik schicken, oder was?
Da der Automat auch nach erneutem Überlistungsversuch stur blieb, musste ich mir Hilfe von einem Menschen holen. Eine Verkäuferin kam und belehrte mich, dass man die Flaschen völlig ausleeren müsse, bevor man sie abgibt. Meine Zusicherung, dass ich das getan habe, ignorierte sie völlig und wiederholte ihren Spruch.
Okay, vielleicht sprech ich ja chinesisch und weiss es nur noch nicht?
Im Auto waren es dann wieder gefühlte +84 grd. C. Die Schnalle vom Gurt brannte tiefe Wunden in meine arme gestresste Seele und die Sonnenbrille rutschte meine schweißnasse Nase runter. Wieso kann ich kein Eskimo sein?
ICH BIN EIN HITZE-OPFER !!!! HOLT MICH HIER RAUS !!!!!
Donnerstag, Mai 26, 2005
Was für ein Wetterchen.....
so richtig zum Faulenzen in der Sonne.
Und dann noch Feiertag.
Was sind wir doch für Glückspilze!!
Und dann noch Feiertag.
Was sind wir doch für Glückspilze!!
Heute vor 23 Jahren
hatte das Warten endlich ein Ende. Er kam zu mir.
Solange hatte ich mich auf ihn gefreut und er hat mich ganz schön zappeln lassen. Eine wahre Geduldsprobe, die mich richtig Nerven gekostet hat.
Sein Vorgänger war damals schon fast drei Jahre bei mir und machte mir mehr und mehr Freude. Kein Grund zur Klage, aber dennoch der Wunsch nach einem Neuen?
Ja, Frau liebt eben die Vielfalt. Und wie sich bald heraus stellte, sind die beiden wirklich verschieden. Und das sind sie bis heute. Und ich liebe sie beide gleichermaßen, jeden auf seine Weise.
Solange hatte ich mich auf ihn gefreut und er hat mich ganz schön zappeln lassen. Eine wahre Geduldsprobe, die mich richtig Nerven gekostet hat.
Sein Vorgänger war damals schon fast drei Jahre bei mir und machte mir mehr und mehr Freude. Kein Grund zur Klage, aber dennoch der Wunsch nach einem Neuen?
Ja, Frau liebt eben die Vielfalt. Und wie sich bald heraus stellte, sind die beiden wirklich verschieden. Und das sind sie bis heute. Und ich liebe sie beide gleichermaßen, jeden auf seine Weise.
Montag, Mai 23, 2005
Polsterbett
Schlaraffia, Im Frühjahr 2005
Hallo Leute,
habt ihr schon einmal einen Brief von einem Möbelstück bekommen?
Nein? Dann wird’s aber Zeit.
Ich bin ein Polsterbett und habe etwas auf dem Herzen, was ich Euch unbedingt erzählen will. Stellt Euch vor, was mir passiert ist.
Ich wurde verschleppt !!
Und das kam so: An einem kalten Morgen Anfang Februar stürmten um 06:45 Uhr drei Fremde im Blaumann in das Schlafzimmer, wo ich jahrelang gelebt hatte.
Ich war noch ganz warm von der Nacht und die Männer fummelten mit kalten Fingern an mir herum und machten abfällige Bemerkungen, dass ich ja wohl ein „ganz schwerer Junge“ sei und dass sie mit mir noch viel „Freude“ haben würden.
Mir wurde ganz Angst und Bange.
Ich hatte mich schon gewundert, dass man mir am Abend zuvor den Bauch total ausgeräumt hatte. Alles leer, wie vor `ner Darmspiegelung.
Und was sollte das nun wieder bedeuten?
Die Kerle ließen mich aber erst mal wieder in Ruhe, gingen ins Wohnzimmer und schauten sich die anderen Möbel an, die auch auf ihrer Liste standen. Die Wohnzimmerschränke bekamen ebenfalls ein paar blöde Bemerkungen zu hören: „Wie? Auseinander nehmen geht nicht? Sind geleimt? Ach du Scheiße! Das kann ja heiter werden.“
Dann, etwa eine Stunde später, nahm das Unheil seinen Lauf. Man rückte mir mit Macht zu Leibe. Die Männer klappten mich auf, rissen mir die dicken Metallfedern aus dem Bauch, die normalerweise mein Ober- und Unterteil zusammen halten. Mit lautem Ächzen und Stöhnen packten sie zu und schleppten mich dann durch den engen Flur und das Treppenhaus nach unten. Mir wurde ganz schwindelig dabei. Soviel Bewegung bin ich doch nicht gewöhnt.
Draußen vor der Haustür stand ein großer, gelber LKW. In den wurde ich hochkant rein gestopft. Könnt ihr euch vorstellen, was das für ein Gefühl ist, wenn man sein Leben bisher in stabiler, horizontaler Lage verbracht hat? Sicher nicht!
In dem LKW war eine Schweinekälte. Sie deckten mich mit ein paar alten, kratzigen Pferdedecken ab und das war’s. Mehr Rücksicht wurde auf meine zarten Gefühle nicht genommen. Das so ein Bett, wie ich, auch eine empfindsame Seele hat, das vermutet ja keiner.
Am Vormittag gegen 10 Uhr war der LKW voll und es ging los auf eine weite Reise. Leider konnte ich nicht sehen, wo der LKW lang fuhr, aber es ruckelte und schaukelte stundenlang. Mir war kotzschlecht.
Am Abend kamen die Räder dann zum Stillstand. Die Fahrer machten es sich in ihrer warmen Schlafkabine mit Wisky-Cola gemütlich. Ich dagegen schlotterte leise vor mich hin und verbrachte eine lange, schlaflose Nacht auf der Ladefläche.
Morgens gegen 6 Uhr ging die Reise dann weiter. Ich belauschte die Gespräche der Fahrer und hörte, dass wir auf dem Weg zum Ammersee in Bayern waren. Ein Rentner-Ehepaar aus Osnabrück hatte dort eine Eigentumswohnung gekauft und die Möbel der Leute, die sich im Anhänger befanden, sollten am Morgen in einem Haus am See-Ufer abgeladen werden. Die hatten die Tortour also hinter sich und kamen ins Warme.
Für mich jedoch ging die Odyssee bald weiter. Wir schaukelten gegen Mittag los, Richtung Nürnberg. Um 14:30 Uhr fuhr der LKW dort vor einem großen Haus vor und hielt mal wieder an. Ich konnte Hoffnung schöpfen.
Zu meinem großen Vergnügen wurde ich auf einen kleinen Rollwagen gehievt und in einen Fahrstuhl befördert. Es ging aufwärts, im wahrsten Sinne des Wortes.
In der dritten Etage brachten sie mich in einem gut geheizten Schlafzimmer wieder in die Horizontale. Meine Federn wurden angebracht, das Ober- mit dem Unterteil vereint und am Abend füllte sich auch mein Bauch wieder.
Seit diesem Zeitpunkt geht es mir gut. Das Abenteuer scheint vorbei zu sein.
Jede Nacht werde ich wieder „beschlafen“, aber das bin ich ja gewöhnt und das ist schließlich mein Lebenszweck.
Soviel zu meinem Befinden.
Ich würde mich freuen zu hören, wie es Euch so ergangen ist in letzter Zeit und verbleibe mit lieben Grüßen
Euer neuer Bekannter,
Das Polsterbett
P.S.
Und noch was... wenn ihr heute Abend ins Bett geht und in die Matratze horcht, dann denkt dran: So ein Bett hat auch eine Seele. Meist eine gute.
Grüßt schön von mir!
Samstag, Mai 07, 2005
Busfahren will gelernt sein
Was ich gestern erlebte, wäre ein nettes Thema für einen Schulaufsatz.
Wir wohnen nun mittlerweile seit September 04 hier und ich bin bisher immer mit dem Auto zu Arbeit gefahren. Mehrfach hatte ich daran gedacht, die Busverbindung mal auszuprobieren für den Tag X, wenn das Auto streikt oder aus anderen Gründen nicht zur Verfügung steht. Doch niemals hatte ich diesen Probelauf wirklich gemacht.
Gestern war dann Tag X.
Es ist einfach mit dem Bus zu fahren. Man nimmt den Fahrplan zur Hand, sucht sich die Strecke aus, findet die Bus-Nr. und wählt eine Haltestelle und Abfahrtzeit. Wenn man dann noch einen Fahrschein hat, kann es losgehen. Wo ist das Problem?
Freitag- Feierabend. Alle Vorbereitungen waren getroffen, ich stand um 17:36 Uhr an der richtigen Haltestelle, der Bus Nr. 55 kam, ich stieg ein, fand einen netten Platz und los ging die Fahrt. Ich war sicher, in ca. einer halben Stunde zu Hause auf der Couch zu sitzen und genoss das Geschaukel und die Aussicht, das Rein- und Rauswuseln der Fahrgäste. Wir passierten diverse kleine Orte, die mir allesamt vertraut waren, da ich die Strecke jeden Tag zweimal mit dem Auto fuhr.
Alles prima bis die Busfahrerin an einer Haltestelle entlang der Landstraße, irgendwo im Nirgendwo, ca. 9 km vor meinem Ziel, durchsagte:
„Endstation bitte alles aussteigen!!
Ein Mann mit Rucksack und ich wurden also gebeten, den Bus zu verlassen. Wir standen in der Pampa und ich schaute ihn ratlos an. Er grinste und meinte, das wäre ihm schon öfter passiert. Der Trick dahinter ist der: Es gibt zwei Busse mit der Nr. 55 zur selben Abfahrtzeit. Auf der Anzeigetafel des einen Busses steht nur die Nummer und auf der des anderen Busses kann man die Nummer 55 und das Fahrtziel lesen. Wählt man den zweiten Bus, dann passiert man meinen Wohnort.
Es ist ganz easy. Einfach nur in den richtigen Bus steigen.
Als er das so erzählte, fiel mir wieder ein, dass ich mich auf der Autobahn gewundert hatte, als ein weiterer Bus Nr. 55 uns überholte. Aber ich dachte, das wäre so, weil Freitagnachmittag eben viele Leute diese Linie benutzten. Jetzt war mir schlagartig klar, dass das „mein“ Bus gewesen wäre.
Alles nicht so schlimm. Das Wochenende stand vor der Tür und ich wollte mir von solchen Nichtigkeiten nicht die Laune versauen lassen. Also studierte ich den Fahrplan an der Haltestelle. Doch oh Schreck!!!!! Der nächste Bus sollte erst in einer geschlagenen Stunde kommen. Mein Leidensgenosse, der wie ich bereits getestet hatte, nicht sehr gesprächig war, zündete sich eine Zigarette an und setzte sich dann auf die Bank in der Haltestelle. Er packte einen Roman aus und fing an zu lesen.
Na Bravo! Somit fiel sein Unterhaltungswert für mich endgültig auf Null.
Plan A: Kurz entschlossen trat ich den geordneten Rückzug an. Mit meiner Lederjacke überm Arm, der übergroßen Handtasche und einem Stockschirm ging ich los Richtung letzte Ortschaft, zwei Bushaltestellen zurück also. Ich wollte die Zeit sinnvoll nutzen und ein paar Besorgungen machen. Wenn dann immer noch elendig viel Zeit wäre, bis zur Abfahrt des ersehnten Busses 55 + Fahrtziel, dann käme Plan B zum Tragen. Ich würde ein Taxi rufen. Die 9km könnten ja nicht soooo teuer werden.
Der Fußmarsch zog sich ganz schön in die Länge. Zum Glück regnete es grade mal nicht. Als ich dann endlich kurz nach 18 Uhr im Zentrum des kleinen Städtchens angekommen war, drückte ich mir die Nase an der verschlossenen Tür des Lebensmittelladens platt. Der Inhaber, der drinnen noch was aufräumte, schüttelte bedauernd den Kopf und meinte durch die Glastür: “Sorry, wir haben geschlossen.“
Toll! Ganz toll!!!
Ich war nun wirklich leicht sauer und wählte Plan B. Vorher checkte ich, was ich an Geld dabei hatte und fand nur einen 10-er Bares. Könnte knapp werden, dachte ich mir und ging auf die Suche nach nem Geldautomat. So klein wie der Ort ist, gibt’s nur eine Bank und so fand ich die Sparkasse schnell, ging rein und steckte meine Karte erwartungsvoll in den Automat. Das Display war dunkel. Komisch. Als ich dann aus der Wand Stimmen hörte und ein Klopfen, wurde mir ganz anders. Ich schaute Hilfe suchend in die Runde und fand zwar keinen Menschen, aber einen Zettel
„Wir bauen für sie um. Am Freitag, den 06.Mai 2005 bleibt unsere Filiale geschlossen. Wir bitten um ihr Verständnis.“
Bin ich hier bei der versteckten Kamera?, dachte ich bei mir und zog enttäuscht wieder ab. Plan B war mangels Bargeld nun auch gestorben.
Was blieb mir also anderes übrig, als mich in die Bushaltestelle im Ortskern zu hocken und auf den Bus 55 + Fahrtziel zu warten?
Dort saß ich dann noch mal 30 Minuten als ich einen Bus kommen sah.
Jippi, die 55!!! Halt, nein. Es war nur die 55!!!
Dieselbe Busfahrerin lächelte mich freundlich an, als ich nicht einstieg.
Oder sah ich da etwa Schadenfreude? Häme? Spott?
Nicht doch, junge Frau!!! Vorsicht! Machen sie keinen Fehler.
Sowas kann doch jedem Mal passieren!
Oder?
Wir wohnen nun mittlerweile seit September 04 hier und ich bin bisher immer mit dem Auto zu Arbeit gefahren. Mehrfach hatte ich daran gedacht, die Busverbindung mal auszuprobieren für den Tag X, wenn das Auto streikt oder aus anderen Gründen nicht zur Verfügung steht. Doch niemals hatte ich diesen Probelauf wirklich gemacht.
Gestern war dann Tag X.
Es ist einfach mit dem Bus zu fahren. Man nimmt den Fahrplan zur Hand, sucht sich die Strecke aus, findet die Bus-Nr. und wählt eine Haltestelle und Abfahrtzeit. Wenn man dann noch einen Fahrschein hat, kann es losgehen. Wo ist das Problem?
Freitag- Feierabend. Alle Vorbereitungen waren getroffen, ich stand um 17:36 Uhr an der richtigen Haltestelle, der Bus Nr. 55 kam, ich stieg ein, fand einen netten Platz und los ging die Fahrt. Ich war sicher, in ca. einer halben Stunde zu Hause auf der Couch zu sitzen und genoss das Geschaukel und die Aussicht, das Rein- und Rauswuseln der Fahrgäste. Wir passierten diverse kleine Orte, die mir allesamt vertraut waren, da ich die Strecke jeden Tag zweimal mit dem Auto fuhr.
Alles prima bis die Busfahrerin an einer Haltestelle entlang der Landstraße, irgendwo im Nirgendwo, ca. 9 km vor meinem Ziel, durchsagte:
„Endstation bitte alles aussteigen!!
Ein Mann mit Rucksack und ich wurden also gebeten, den Bus zu verlassen. Wir standen in der Pampa und ich schaute ihn ratlos an. Er grinste und meinte, das wäre ihm schon öfter passiert. Der Trick dahinter ist der: Es gibt zwei Busse mit der Nr. 55 zur selben Abfahrtzeit. Auf der Anzeigetafel des einen Busses steht nur die Nummer und auf der des anderen Busses kann man die Nummer 55 und das Fahrtziel lesen. Wählt man den zweiten Bus, dann passiert man meinen Wohnort.
Es ist ganz easy. Einfach nur in den richtigen Bus steigen.
Als er das so erzählte, fiel mir wieder ein, dass ich mich auf der Autobahn gewundert hatte, als ein weiterer Bus Nr. 55 uns überholte. Aber ich dachte, das wäre so, weil Freitagnachmittag eben viele Leute diese Linie benutzten. Jetzt war mir schlagartig klar, dass das „mein“ Bus gewesen wäre.
Alles nicht so schlimm. Das Wochenende stand vor der Tür und ich wollte mir von solchen Nichtigkeiten nicht die Laune versauen lassen. Also studierte ich den Fahrplan an der Haltestelle. Doch oh Schreck!!!!! Der nächste Bus sollte erst in einer geschlagenen Stunde kommen. Mein Leidensgenosse, der wie ich bereits getestet hatte, nicht sehr gesprächig war, zündete sich eine Zigarette an und setzte sich dann auf die Bank in der Haltestelle. Er packte einen Roman aus und fing an zu lesen.
Na Bravo! Somit fiel sein Unterhaltungswert für mich endgültig auf Null.
Plan A: Kurz entschlossen trat ich den geordneten Rückzug an. Mit meiner Lederjacke überm Arm, der übergroßen Handtasche und einem Stockschirm ging ich los Richtung letzte Ortschaft, zwei Bushaltestellen zurück also. Ich wollte die Zeit sinnvoll nutzen und ein paar Besorgungen machen. Wenn dann immer noch elendig viel Zeit wäre, bis zur Abfahrt des ersehnten Busses 55 + Fahrtziel, dann käme Plan B zum Tragen. Ich würde ein Taxi rufen. Die 9km könnten ja nicht soooo teuer werden.
Der Fußmarsch zog sich ganz schön in die Länge. Zum Glück regnete es grade mal nicht. Als ich dann endlich kurz nach 18 Uhr im Zentrum des kleinen Städtchens angekommen war, drückte ich mir die Nase an der verschlossenen Tür des Lebensmittelladens platt. Der Inhaber, der drinnen noch was aufräumte, schüttelte bedauernd den Kopf und meinte durch die Glastür: “Sorry, wir haben geschlossen.“
Toll! Ganz toll!!!
Ich war nun wirklich leicht sauer und wählte Plan B. Vorher checkte ich, was ich an Geld dabei hatte und fand nur einen 10-er Bares. Könnte knapp werden, dachte ich mir und ging auf die Suche nach nem Geldautomat. So klein wie der Ort ist, gibt’s nur eine Bank und so fand ich die Sparkasse schnell, ging rein und steckte meine Karte erwartungsvoll in den Automat. Das Display war dunkel. Komisch. Als ich dann aus der Wand Stimmen hörte und ein Klopfen, wurde mir ganz anders. Ich schaute Hilfe suchend in die Runde und fand zwar keinen Menschen, aber einen Zettel
„Wir bauen für sie um. Am Freitag, den 06.Mai 2005 bleibt unsere Filiale geschlossen. Wir bitten um ihr Verständnis.“
Bin ich hier bei der versteckten Kamera?, dachte ich bei mir und zog enttäuscht wieder ab. Plan B war mangels Bargeld nun auch gestorben.
Was blieb mir also anderes übrig, als mich in die Bushaltestelle im Ortskern zu hocken und auf den Bus 55 + Fahrtziel zu warten?
Dort saß ich dann noch mal 30 Minuten als ich einen Bus kommen sah.
Jippi, die 55!!! Halt, nein. Es war nur die 55!!!
Dieselbe Busfahrerin lächelte mich freundlich an, als ich nicht einstieg.
Oder sah ich da etwa Schadenfreude? Häme? Spott?
Nicht doch, junge Frau!!! Vorsicht! Machen sie keinen Fehler.
Sowas kann doch jedem Mal passieren!
Oder?
Donnerstag, Mai 05, 2005
Blogger
was ist das?
Ich hatte schon davon gehört, doch keine rechte Idee.
Hättest du etwas damit anzufangen gewusst?
Gedanken sind frei. Doch wenn sie in meinem Kopf eingesperrt sind, dann ist das mit der Freiheit nicht weit her. Also ist dieser 5. Mai 2005 nicht nur Christi Himmelfahrt, sondern auch der Tag der Befreiung meiner Gedanken?
Ich hatte schon davon gehört, doch keine rechte Idee.
Hättest du etwas damit anzufangen gewusst?
Gedanken sind frei. Doch wenn sie in meinem Kopf eingesperrt sind, dann ist das mit der Freiheit nicht weit her. Also ist dieser 5. Mai 2005 nicht nur Christi Himmelfahrt, sondern auch der Tag der Befreiung meiner Gedanken?